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Kollegen spenden Zeit, viel Zeit

Zusammenhalt und Loyalität sind bei groninger keine Worthülsen, sondern fest in der Unternehmenskultur verankert. Jüngst wurde eine Zeit-Spendenaktion für ein Mitarbeiter-Ehepaar ins Leben gerufen, dessen Kind ein Spenderherz brauchte. Das Ergebnis: 20 Monate gespendete Zeit – für jeden von ihnen.

groninger Kollegen mit Herz

Es gibt Nachrichten, die ziehen einem Menschen den Boden unter den Füßen weg – so unvorstellbar und irreal scheinen sie. Und doch sind sie – tragischer Weise – genau das: real.

Eine solche Nachricht hat im vergangen Jahr ein Mitarbeiter-Ehepaar von groninger erhalten: Ihr jüngstes Kind, damals gerade fünf Jahre alt, leide an einer dilatativen Kardiomyopathie – eine krankhafte Erweiterung des Herzmuskels und besonders der linken Herzkammer. Der kleine Junge, der wegen des Verdachts einer Bronchitis im Krankenhaus untersucht wurde, schwebte von einem auf den anderen Moment in Lebensgefahr. Sein Herz war massiv vergrößert und drohte zu versagen.

„Plötzlich sprachen die Ärzte von einem Spenderherz. Von Organspende. Wir wussten gar nicht, wie uns geschieht. Ich habe zwar gehört, was gesagt wurde, konnte es aber nicht begreifen. Sprach man wirklich von unserem Kind?“, schildert die Mutter ihre Erinnerung.

Der 5-Jährige kommt in die Universitätsklinik nach Freiburg, wartet dort fortan auf ein Spenderherz. Mindestens ein Elternteil ist in dieser Zeit immer bei ihm – ein großer zeitlicher Aufwand, der sich mit dem Abbau von Überstunden oder Urlaub dauerhaft freilich nicht aufbringen lässt.

Als groninger-Geschäftsführung und -Belegschaft vom Schicksal des Kindes erfahren, ist man sich sofort einig: Man möchte unterstützen, so gut es geht.

Das Unternehmen ruft zu einer internen Zeit-Spendenaktion auf: Beschäftigte können Urlaub und Überstunden an das Ehepaar übertragen und ihnen die Zeit schenken, die sie so dringend brauchen, um für ihr Kind da zu sein.

Eine Welle der Hilfsbereitschaft und Solidarität bricht los: 320 Kolleginnen und Kollegen – und damit rund ein Viertel der weltweiten Angestellten – beteiligen sich an der Aktion, räumen ihr Überstundenkonto leer oder spenden Urlaubstage.

Das Resultat ist überwältigend: „Nach Auszählung sind wir auf knapp über 20 Monate Zeit gekommen – für beide. Also tatsächlich sowohl für den Vater als auch die Mutter“, fasst Geschäftsführer Jens Groninger das Spendenergebnis zusammen und ergänzt: „Wir von groninger wünschen der Familie das Allerbeste und hoffe, dass wir ihnen mit dieser Aktion den Alltag in dieser schwierigen und emotional belastenden Zeit zumindest etwas erleichtern konnten.“

„Das hat es“, bestätigt Jens Terjung, Seelsorger in der Freiburger Universitätsklinik, Department Pädiatrische Kardiologie / Angeborene Herzfehler: „Mit dieser Urlaubsspende konnte der Familie in überwältigender Form der Rücken frei gehalten werden. Denn nur so konnte Tag für Tag rund um die Uhr in gerechter Aufteilung ein Elternteil immer für den Jungen in der Klinik sein.“ Für die Klinik sei dies eine erstmalige, in dieser Form ganz neue Erfahrung gewesen. „Dafür möchten wir dem Unternehmen und seinen Beschäftigten unseren großen Dank aussprechen.“

Ansprechpartner Presse

Lydia-Kathrin Hilpert