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groninger Schnelldorf jetzt klimaneutral

Die groninger Gruppe hat einen weiteren Meilenstein auf dem Weg zur Klimaneutralität erreicht: Der Standort Schnelldorf wird ab sofort vollständig aus erneuerbaren Energiequellen versorgt. Möglich wird das durch ein nachhaltiges Energiekonzept, das die Nutzung eines innovativen Eisspeichersystems, Photovoltaikanlagen und seit Kurzem auch den Anschluss an eine lokale Hackschnitzelanlage der DHB Therm GmbH umfasst. Damit setzt groninger ein deutliches Zeichen für verantwortungsbewusstes und zukunftsorientiertes Handeln im Maschinenbau.

Bereits seit Jahren wird im groninger Werk in Schnelldorf ein hochmoderner Eisspeicher betrieben, der in Kombination mit Wärmepumpen und Solarstrom die Firmengebäude effizient heizt und kühlt. Das System nutzt die sogenannte Kristallisationswärme: Beim Gefrieren von Wasser wird Wärme frei, die im Winter zum Heizen eingesetzt wird; beim Schmelzen im Sommer entsteht natürliche Kühlung – ganz ohne klimaschädliche Kältemittel. Die dafür benötigte Energie wird über firmeneigene Photovoltaikanlagen bereitgestellt.

Mit dem Anschluss an das Nahwärmenetz der DHB Therm GmbH, ein lokaler Anbieter von Wärme aus biogener Hackschnitzelverbrennung, wird das bestehende Konzept nun konsequent erweitert. Die Anlage nutzt für die Energiegewinnung regionale Holzreste und ist damit CO2-neutral – für groninger ein Paradebeispiel für eine funktionierende Kreislaufwirtschaft.

„Die lokale Hackschnitzelanlage stellt für uns eine weitere zuverlässige Energiequelle dar und ergänzt die bestehenden Systeme ideal“, sagt Volker Groninger, geschäftsführender Gesellschafter von groninger. 

Dass der Standort im fränkischen Bayern heute Vorreiter in Sachen Klimaschutz ist, kommt nicht von ungefähr. Bereits bei der Planung des Werks, das im Jahr 2001 eröffnet und 2017 erweitert wurde, wurde bewusst auf nachhaltige Technologien gesetzt – lange bevor das Thema in Politik und Wirtschaft flächendeckend angekommen war. „Damals war das wirtschaftlich kaum zu begründen – aber wir waren überzeugt, dass sich nachhaltiges Denken langfristig auszahlt. Heute sehen wir: Diese Entscheidungen waren richtig“, bekräftigt auch Bruder Jens Groninger, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter.

Mit dem Standort Schnelldorf zeigt das Familienunternehmen, wie Industrie und Klimaschutz Hand in Hand gehen können. Das würdigt auch Jürgen Dollinger, Geschäftsführer und Mit-Initiator der Hackschnitzelanlage: „Die Zusammenarbeit mit groninger macht deutlich, wie regionale Partnerschaften einen echten Beitrag in Sachen Energieversorgung leisten können und wie eine echte Transformation gelingen kann. Unsere Hackschnitzelanlage nutzt ausschließlich Holzreste aus der Region – ein nachwachsender, CO2-neutraler Rohstoff, der nicht nur nachhaltig ist, sondern auch Versorgungssicherheit bietet. Dass ein Industrieunternehmen wie groninger diesen Weg konsequent mitgeht, ist ein starkes Zeichen.“ Es beweise, so Dollinger weiter, dass Ökologie und Industrie keine Gegensätze sein müssten.

Klimaneutralität feierlich eröffnet

Die erreichte Klimaneutralität in Schnelldorf wurde am Freitag, 24. April, im Rahmen einer offiziellen Einweihung gemeinsam mit Vertretern aus Politik, Wirtschaft und Belegschaft gewürdigt. 

Nach der Begrüßung durch Volker Groninger hoben die Redner die Bedeutung des Projekts weit über den Standort hinaus hervor. Tobias Strauß, Bürgermeister von Schnelldorf, lobte das Engagement des Unternehmens: „100 Prozent Klimaneutralität ist ein echtes Statement – ein klares Bekenntnis zur Energiewende.“ Gerade vor dem Hintergrund aktueller energiepolitischer Herausforderungen sei es wichtig, dass Industrieunternehmen Verantwortung übernähmen und konkrete Lösungen umsetzten. „groninger ist ein echtes Vorbild für die ganze Region“, findet er.

Den inhaltlichen Rahmen spannte auch Christian Ahnesorg, Director of IT and Quality Excellence bei groninger und verantwortlich für das Nachhaltigkeitsmanagement. In seiner Ansprache ordnete er den Meilenstein strategisch ein: Die energetische Klimaneutralität in Scope 1 und 2 – also bei direkten Emissionen sowie bei Strom‑ und Wärmebezug – sei nicht durch eine Einzelmaßnahme erreicht worden, sondern durch einen funktionierenden Mix. „Das ist kein theoretisches Konzept aus einer Studie – das läuft. Und genau das macht es stark“, so Ahnesorg.

Gleichzeitig machte er deutlich, dass Nachhaltigkeit beim Familienunternehmen kein kurzfristiger Trend sei, sondern Teil des Geschäftsmodells: langlebige Maschinen, energieeffiziente Prozesse, regionale Partnerschaften und Investitionen mit langfristigem Horizont. Schnelldorf verstehe sich dabei nicht als Sonderfall, „sondern als Blaupause für unsere anderen Standorte.“ 

Leiterin Unternehmenskommunikation

Lydia-Kathrin Hilpert