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Rekordjahr in anspruchsvollerem Marktumfeld bei groninger

Die groninger Gruppe blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2025 zurück. Mit einer Gesamtleistung von 325 Millionen Euro erzielte das international tätige Familienunternehmen einen Rekordwert und übertraf erneut das Vorjahresergebnis. Maßgeblich zum Erfolg beigetragen haben eine weiterhin stabile Nachfrage nach Neumaschinen, ein anhaltend starkes Servicegeschäft sowie die intensive Zusammenarbeit mit Kunden weltweit. Gleichzeitig zeigte sich im vergangenen Jahr zunehmend deutlicher, dass sich die Rahmenbedingungen im Markt verändern: Investitionsentscheidungen werden zurückhaltender getroffen, Projekte intensiver umkämpft und Entscheidungsprozesse dauern insgesamt länger an.

 

„Wir wissen, dass dieser Erfolg nicht selbstverständlich ist – umso mehr freuen wir uns sehr über dieses Ergebnis“, sagt Volker Groninger, geschäftsführender Gesellschafter der groninger Gruppe. „Wir sind dankbar, in einem Markt tätig zu sein, der im Vergleich zu anderen Branchen weiterhin Stabilität bietet. Doch auch wir müssen uns jeden Auftrag neu verdienen“, bekräftigt auch Jens Groninger, ebenfalls geschäftsführender Gesellschafter und Sprecher der Geschäftsführung. Es erfülle die Brüder mit Stolz und Dankbarkeit, was von den Mitarbeitern im vergangenen Jahr weltweit gemeinsam geleistet wurde.

Während das Neumaschinengeschäft trotz zunehmender Zurückhaltung bei Investitionsentscheidungen auf einem hohen Niveau blieb, bestätigte auch das Servicegeschäft seine Rolle als verlässliche Säule des Unternehmenserfolgs. „Gerade in wirtschaftlich anspruchsvolleren Zeiten zeigt sich, wie wichtig langfristige Partnerschaften und eine verlässliche Betreuung über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage hinweg sind“, unterstreicht Jens Groninger. 

„Eine Maschine ist nur so gut wie die Unterstützung dahinter. Unsere Kunden wissen, dass sie sich auch Jahre nach der Inbetriebnahme auf groninger verlassen können. Dieses Versprechen täglich einzulösen, macht unser Servicegeschäft so erfolgreich“, bekräftigt auch Volker Groninger.

Die internationale Aufstellung der groninger Gruppe hat sich dabei auch im Jahr 2025 als wichtige Grundlage für die positive Geschäftsentwicklung erwiesen. Die regionale Verteilung der Gesamtleistung blieb dabei weitgehend konstant: Rund 60 Prozent entfielen auf Europa, etwa 30 Prozent auf Nord- und Südamerika sowie weitere zehn Prozent auf Afrika und Asien. 

„Die Erfahrungen, die wir in den vergangenen Jahren gemacht haben, bestätigen unseren Kurs: die Präsenz in den wichtigsten Märkten kontinuierlich auszubauen“, sagt Jens Groninger. 

Mehrgleisige Investments

Und das hat man 2025 gleich mehrfach getan: Mit einer Investition von über 14 Millionen US-Dollar hat groninger in den USA am Standort in Charlotte den Neubau eines neuen Headquarters für groninger USA angestoßen. Dieses schafft zusätzliche Kapazitäten und stärkt die Nähe zu Kunden in Nordamerika im Sinne der konsequent verfolgten Local-for-Local-Strategie.

„Wir wollen dort wachsen, wo unsere Kunden sind und wachsen“, so Jens Groninger. „Mit unserem Ausbau in den USA investieren wir nicht nur in Gebäude und Infrastruktur, sondern vor allem in langfristige Kundennähe. Diese wird künftig noch wichtiger werden – insbesondere im US-Markt.“

Aber auch am Stammsitz in Crailsheim wurden im vergangenen Jahr wichtige Weichen gestellt. Mit dem Baustart einer neuen Montagehalle hat zugleich das größte Investitionsprojekt in der Geschichte der Unternehmensgruppe Fahrt aufgenommen. Über 30 Millionen Euro fließen in den 7.000 Quadratmeter großen Neubau. 2025 wurden die Erdarbeiten abgeschlossen. Seit Anfang des Jahres ist das Gebäude sichtbar in die Höhe gewachsen, inzwischen sind sogar die Fassadenarbeiten beendet. Aktuell laufen die Arbeiten für die technische Infrastruktur im Gebäude, bevor in Kürze mit dem Innenausbau gestartet wird.

Die zusätzlichen Produktionskapazitäten schaffen die Grundlage für weiteres Wachstum. Diese werden auch benötigt, denn: „Die Pharmalinien, die wir am Standort Crailsheim bauen, werden immer größer – da sind zum Teil meterlange und -hohe Produktionsstraßen dabei. Auch deshalb, weil Turnkey-Projekte, bei denen wir als Generalunternehmen die Verantwortung für Planung, Bau, Installation und Validierung übernehmen, eine immer größere Rolle spielen“, erklärt Jens Groninger. 

„Kunden wünschen sich zunehmend komplette Prozesslösungen aus einer Hand. Der Markt entwickelt sich weiter – und wir entwickeln uns mit ihm“, bestätigt auch Volker Groninger.

Ein weiterer wichtiger Schritt auf diesem Weg war die Übernahme der Reinraumtechnik Ulm durch die groninger Gruppe im vergangenen Jahr. Mit der Integration des Spezialisten für Reinraumtechnologie entwickelt sich das Unternehmen konsequent zum Systemanbieter weiter. „Unsere Kunden haben uns in den letzten Jahren immer wieder gespiegelt, dass der Wunsch nach einer Ergänzung unseres Produktportfolios gewachsen ist. Mit der Übernahme der RTU haben wir konsequent auf diese Nachfrage reagiert“, sagt Jens Groninger. Jetzt gelte es, das Unternehmen weiter in die Gruppe zu integrieren – (infra-)strukturell, prozessual, technisch, aber auch kulturell. „So etwas geschieht nicht über Nacht, sondern ist ein Prozess, den wir weiterhin gemeinsam gestalten werden.“

Abschied von Gründervater

Neben allen wirtschaftlichen Erfolgen war das Jahr 2025 jedoch auch von einem tiefen persönlichen Einschnitt geprägt. Mit großer Trauer nahm die Unternehmensgruppe Abschied von ihrem Firmengründer Horst Groninger. Sein unternehmerischer Mut, seine Innovationskraft und seine Werte haben groninger geprägt und bilden bis heute das Fundament des Familienunternehmens.

„Unser Vater hat groninger mit großer Leidenschaft, unternehmerischem Weitblick und dem festen Glauben an Innovation und Menschlichkeit aufgebaut“, sagen Jens und Volker Groninger. „Für sein Lebenswerk empfinden wir große Dankbarkeit. Es ist uns Verpflichtung und Ansporn zugleich, unser Unternehmen in seinem Sinne weiterzuentwickeln.“

Weiterentwicklung und Veränderung werden die Unternehmensgruppe daher auch in den kommenden Jahren begleiten. Bereits heute verschiebt sich der Markt spürbarer. „Individualisierte Sondermaschinen bleiben unverzichtbar – und zwar immer dort, wo neue Technologien entstehen sollen und Innovationen gefragt sind. Gleichzeitig verlangen viele Anwendungen nach modularen, standardisierten und skalierbaren Lösungen, die sich schneller realisieren lassen und gleichzeitig höchste Qualitäts- und Regulierungsanforderungen erfüllen“, so Jens Groninger.

Diesen Wandel möchte groninger aktiv gestalten. Unternehmensweit arbeiten deshalb interdisziplinäre Teams daran, Strukturen, Prozesse und Arbeitsweisen an die zukünftigen Anforderungen anzupassen. Ziel ist es, die bewährten Stärken des Unternehmens mit den Erwartungen eines sich wandelnden Marktes zu verbinden – mit mehr Modularität, höherer Geschwindigkeit und noch größerer Flexibilität, ohne dabei die Innovationskraft des klassischen Sondermaschinenbaus aus den Augen zu verlieren.
„Veränderung ist kein Selbstzweck“, betont Jens Groninger. „Sie muss sinnvoll sein und von den Menschen getragen werden. Deshalb nehmen wir unsere Mitarbeiter auf diesem Weg bewusst mit. Wir möchten im Dialog gestalten und Zukunft entwickeln, damit wir uns auch in den kommenden Jahren über gemeinsame Erfolge – wie im Jahr 2025 – freuen können.“

Leiterin Unternehmenskommunikation

Lydia-Kathrin Hilpert