Reinraumumgebung mit robocell-Abfüllanlage von groninger, bedient durch geschultes Personal in Schutzkleidung, für aseptische Produktion in der Pharmaindustrie

Fill & Finish Lösungen für GMP Annex 1 Compliance

Die Contamination Control Strategy als neues Fundament steriler Prozesse

Annex 1 ist weit mehr als ein Regelwerk. Es ist ein strategischer Ansatz zur ganzheitlichen Beherrschung mikrobiologischer und partikulärer Risiken. Die aktuelle EU GMP Annex 1 fordert eine ganzheitliche, dokumentierte Contamination Control Strategy (CCS), die alle Prozessschritte integriert betrachtet. Für Hersteller bedeutet das steigende Anforderungen an Technologie, risikobasiertem Design und Nachweisführung. 

groninger entwickelt Fill & Finish Lösungen, die gezielt auf diese Anforderungen ausgerichtet sind und Ihre CCS aktiv unterstützen. Von der hygienegerechten Konstruktion über durchdachte risikobasierte Prozessführung bis hin zur Qualifizierung schaffen wir die Grundlage für sichere, effiziente und Annex 1 konforme Produktionsprozesse. Dabei arbeiten wir auch im engen Austausch mit führenden Industriegremien, gestalten die Implementierung der Anforderungen aktiv mit und beteiligen uns an Best Practice Inhalten, um die Industrie im Bereich der pharmazeutischen Herstellung bestmöglich zu unterstützen.

Warum groninger: Annex 1 mit System

Was fordert Annex 1?

Mit dem EU GMP Annex 1 rückt die Contamination Control Strategy (CCS) in den Mittelpunkt der sterilen Produktion und verpflichtet Hersteller zu einer lückenlosen und ganzheitlichen Dokumentation aller Prozesse. Der PDA Technical Report No. 90 macht deutlich, dass auch Equipment ein zentraler Bestandteil der CCS ist.

Dazu gehören insbesondere:

  • hygienegerechtes Design
  • Dekontaminationskonzepte
  • Qualifizierung und Nachweisführung


Die Auswahl von Maschinenanlagen ist also gleichzeitig die Auswahl eines aktiven CCS-Beitrags. groninger entwickelt Maschinen, die genau darauf ausgelegt sind, als integraler Bestandteil Ihrer Contamination Control Strategy. Wir verfolgen dabei einen konsequent risikobasierten Ansatz: Auf Grundlage fundierten wissenschaftlichen Prozessverständnisses bewerten wir kritisch alle relevanten Einflussfaktoren und leiten daraus fundierte Design- und Umsetzungskonzepte ab.

Grafische Darstellung des CCS Frameworks mit Governance, Monitoring, Validierung und Kontaminationskontrollen sowie grundlegenden Qualitäts- und Risikoelementen.

Herausforderungen

Wo Annex 1 in der Praxis zur Herausforderung wird

Inspektionen durch FDA und europäische Behörden zeigen jedoch wiederkehrende Schwachstellen in der praktischen Umsetzung von Annex 1.

Häufige Beobachtungen:

  • Keine Gewährleistung der First Air
  • Nicht sterile Bauteile im Bereich kritischer Zonen (z.B. exponiertem Produkt)
  • Manuelle Installation steriler Komponenten im Isolator
  • Schwächen in Transferkonzepten von kritischen Materialien (z.B. Sortiertopf)

Unser Ansatz

Risiken systematisch minimieren

Annex 1 begleitet groninger seit der Veröffentlichung. Unsere Maschinenentwicklung folgt einem strukturierten, risikobasierten Engineering-Ansatz. Ziel ist es, Validierungsprozesse zu beschleunigen, Audits sicher zu bestehen und robuste sterile Prozesse zu gewährleisten.

groninger adressiert diese Herausforderungen gezielt und frühzeitig. Durch optimierte Designs, geeignete Werkzeuge sowie klar definierte und dokumentierte Prozesse werden potenzielle Risiken bereits in der Entwicklung und Umsetzung minimiert.

Annex 1 Risk Assessment of Design

Bevor eine groninger Maschine entwickelt wird, durchläuft sie ein strukturiertes Annex 1 Design Assessment. Dabei werden alle relevanten Komponenten systematisch betrachtet, bewertet und optimiert. Ziel ist es, potenzielle Kontaminationsrisiken frühzeitig zu identifizieren und technisch fundiert sowie wissenschaftlich und datenbasiert zu reduzieren.

Prozessdiagramm zur Kontaminationskontrolle nach Annex 1 mit den Schritten Klassifizieren, Bewerten und Handeln sowie Kriterien wie Reinbarkeit, Sterilisierbarkeit und First Air.
robocell | Gloveless robotic system for filling and closing RTU syringes, vials and cartridges

robocell: Annex 1 konforme Automatisierung

Mit der robocell setzt groninger zentrale Annex 1 Anforderungen konsequent um: die Minimierung manueller Eingriffe durch intelligente Automatisierung.

Ihre Vorteile:

  • Automatisierte aseptische Prozesse statt Handschuheingriffe
  • Optimierte First-Air-Führung über offenen Behältern
  • Vollständige Isolator-Integration
  • Deutlich reduziertes Risiko durch Human Intervention
Mehr zur robocell
Portrait von Julian Petersen, Head of Business Development bei groninger, in einem modernen Büroumfeld.

Annex 1 erfordert eine grundlegende und systematische Neubewertung bestehender Prozesse. In enger Kooperation mit unseren Kunden sowie führenden Industriegremien, wie der Parenteral Drug Association (PDA), entwickeln wir robuste, risikobasierte und wissenschaftlich fundierte Lösungsansätze zur compliance-gerechten Umsetzung dieser Anforderungen.

Julian Petersen
Head of Business Development, groninger & co. GmbH

Annex 1: Events, die groninger aktiv mitgestaltet

Unser Angebot: Annex 1 passend zu Ihrer Situation

Neue Anlagen / Bestehende Anlagen
  • Annex‑1‑konformes Maschinendesign
  • Unterstützung Ihrer CCS‑Struktur
  • Audit‑ und validierungsfähig dokumentiert