Füllen und Verschließen von Vials im Bulk

Verarbeitung von Vials im Bulk

Aseptische Verarbeitung von Vials im Bulk: groninger Anlagen für alle Leistungsbereiche.

Waschen, Sterilisieren, Füllen und Verschließen von Vials im Bulk

Vialanlagen von groninger sind gleichermaßen für Kleinchargen und Großchargen, für die Produktentwicklung und für klinische Studien geeignet. Ob Sie kommerzielle Produktion betreiben oder Impfkampagnen beliefern – mit unseren Anlagen ist es bei höchster Flexibilität ­möglich, alle Leistungsbereiche von 50 bis 600 Stück in der Minute (3.000 bis 36.000 in der Stunde) abzudecken.

Die Anwendungsgebiete sind vielfältig: Impfstoffe und Biopharmazeutika lassen sich ebenso abfüllen wie Zell- und Gen-Therapien, ganz gleich ob Single- oder Multi-Dose-Produkt.

Unsere Vialanlagen ermöglichen die Verarbeitung einer Vielzahl an verschiedenen Produkten: mit dem Quickconnect-System etwa lassen sich werkzeuglose Formatwechsel auf der gesamten Linie durchführen – nach Wunsch auch durch eine elektronisch geführte Einbauhilfe.

Je nach Bedarf können zum Beispiel Prozessschritte wie Sterilisierung, Gefriertrocknung und Außenreinigung mit eingeplant werden – so ist auch eine aseptische, toxische Verarbeitung auf groninger-Anlagen bis zu einem Level von OEB5 oder BSL2 möglich.

Verarbeiten von Vials im Bulk
Verarbeitung von Vials auf einer rundlaufenden Lösung mit einer Füllstelle

Waschen

Für die aseptische Verarbeitung werden die Objekte der Maschine über einen Puffer zugeführt, so dass sie gewaschen und anschließend sterilisiert werden können.

groninger hat in den vergangenen Jahren durch extensive Versuche und CFD-Studien den Waschprozess optimiert und als Maschinenstandard etabliert. In unseren Anlagen werden die Vials daher effizient innen und außen gereinigt. Nach der bis zu 3-log reduzierenden Reinigung werden die Vials getrocknet und zum Nachfolgeprozess, in der Regel die Sterilisation, transportiert.

Waschen von Vials im Bulk
Waschmaschine zum Waschen und Trocknen von Vials

Sterilisieren

Unser Sterilprozess ist darauf ausgelegt, weitgehend automatisiert eine schonende, aber wirkungsvolle Sterilisation durchzuführen; zugleich sind die entsprechenden Anlagenbereiche durch einen beidseitigen Zugang sehr leicht zugänglich und können problemlos gereinigt werden.

Der von groninger entwickelte neuartige Steriltunnel arbeitet mit sanfter Erwärmung der Objekte bereits im Einlaufbereich zum Sterilisierbereich. Dabei entsteht am Objekt selbst nur eine geringe Temperaturdifferenz, wodurch sich Overkill im Sterilprozess vermeiden lässt. High-End-Sterilfilter garantieren höchste Qualität in diesem Prozess.

Sterilisieren von Vials im Bulk
Steriltunnel zum Sterilisieren von Vials

Füllen

Im Füllprozess kommt besonders zur Geltung, wie vielfältig einsetzbar Anlagen von groninger sind: Impfstoffe, Viral Vectors, Orphan Drugs, Zell- und Gen-Therapien, sensible Proteine und Biosimilars, Biopharmazeutika, Generika, Verterinärprodukte, aber auch Produkte der kosmetischen Medizin zählen zu den Flüssigprodukten, die sicher verarbeitet werden können.

Wir haben Lösungen für eine Vielfalt an verschiedenen Produkten von dünn- bis zähflüssig: Wasserähnliche bzw. WFI-basierte Produkte, Lösungen und sich schnell absetzende Suspensionen gehören ebenso dazu wie Produkte, die eine zuverlässige Kaltabfüllung benötigen.

Die Zuführung vorsterilisierter Packmittel kann über einen vorgeschalteten Steriltunnel oder über eine Ready-to-use-Zuführung erfolgen. Zur Qualitätssicherung lassen sich die Behältnisse durch Kameras vorab inspizieren und bei Defekten aussortieren.

Zusätzlich können weitere Integritätstests wie etwa PUPSIT (Pre-Use-Post-Sterilization Integrity Test) durchgeführt werden, um die neuesten Annex 1-Anforderungen zu erfüllen. Ebenso ist in groninger-Anlagen Cleaning In Place bzw. Sterilization In Place (CIP/SIP) möglich.

Zur Flüssigabfüllung setzt groninger auf bewährte Fülltechnologien, z.B.:

  • Rotationskolbenpumpe (RKP),
  • Peristaltikpumpe (PP) und
  • Zeitdruck-Füllsysteme (ZDF).

Im Füllpfad können natürlich produktrelevante Aufgaben wie Produktmischung, Re-Zirkulationen oder Produktfiltrierung durchgeführt werden. Um Kreuzkontaminationen zu vermeiden, kann der Füllpfad als Single-Use-Füllpfad eingerichtet werden.

Eine 100% In-Prozess-Kontrolle (IPK) ist in groninger-Anlagen mittlerweile Standard und löst immer mehr die statistische In-Prozess-Kontrolle (IPK) ab. Dazu gehört es auch, die Objekte vor und nach der Abfüllung zu wiegen, um den abgefüllten Inhalt genau zu prüfen. Mit der groninger Smartfill-Technologie wird zugleich der Produktverlust während des Abfüllprozesse minimiert – beides spart Ihnen Arbeit, Material und damit Geld.

Füllen von Vials auf einer linearen Maschine
Verarbeitung von Vials auf einer linearen Lösung mit mehreren Füllstellen

Verschließen

Auch beim Verschließen der Objekte achten wir auf höchste Qualität, insbesondere damit keine unnötigen Partikel an das Produkt gelangen, sowie auf große Flexibilität und Prozesssicherheit. groninger Anlagen verarbeiten eine Vielzahl unterschiedlicher Verschlüsse, auch die noch relativ jungen Push-on Kappen für Vials gehören selbstverständlich dazu.

Um ein Höchstmaß an Flexibilität zu ermöglichen, beschränken wir die Anzahl der verschlussgrößenabhängigen Sortier- und Zuführformate. Der Verzicht auf vakuumgesteuerte Systeme erleichtert insbesondere die Reinigung, aber auch sonst lassen sich unsere Anlagen durch ausgeklügelte Ergonomie und durch gute Erreichbarkeit aller Einzelteile hervorragend warten und betreuen.

Für die Verarbeitung sensibler Produkte lässt sich der „Headspace“ in einem Behältnis begasen, um den Restsauerstoffgehalt auf unter 1% zu senken.

Verschließen von Vials
Lösung zum Stopfensetzen auf Vials

Gefriertrocknen

Bei vielen Produkten kann durch Gefriertrocknen die Haltbarkeit verlängert werden. Dabei bleiben die Aktivstoffe intakt und behalten ihre Wirksamkeit.

Wir haben die Gefriertrocknung bereits in zahlreichen Linien integriert. Wie dieser Prozess genau abläuft, mechanisch und elektrisch integriert wird, klären wir bei jedem Projekt detailliert nach den konkreten Anforderungen.

Bei einer kombinierten Liquid- und Lyo-Linie kann eine Anbindung an den Gefriertrockner sehr platzsparend gelöst werden. Dabei wird zugleich die Isolator-Komplexität verringert, was die Umstellung vom Gefriertrockenprozess zu einem Flüssigfüll- und Verschließprozess erleichtert und die Rüstzeit vermindert.

Anbindung einer Gefriertrocknungsanlage
Integration einer Gefriertrocknungsanlage in eine groninger Linie

Bördeln

Die Verbördelung von Vials kann bei Liquid-Produkten innerhalb einer Anlage oder gleich im Anschluss auf einer separaten, kompakt gestalteten Maschine durchgeführt werden. Unser Bördelprozess kann die Anforderungen des EU GMP Annex 1 problemlos erfüllen – das ist ein groninger-Standard.

groninger setzt auf das patentierte, sehr bewährte und partikelarme Einscheibenbördelprinzip. Das bedeutet: alle Vials werden über eine einstellbare und schlupffreie Bördelscheibe verschlossen. Dies gelingt in verschiedenen Leistungsklassen von 10 bis 600 Objekten pro Minute äußerst prozesssicher. Eine optionale Absaugung macht es möglich, sogar die bereits geringe Anzahl Partikel noch weiter zu senken.

Im Vergleich zu anderen Lösungen mit mehreren Bördelscheiben kann die Anlage deutlich schneller umgerüstet werden, eine sofortige Fehlererkennung ist möglich; insgesamt ist das Prozessrisiko erheblich vermindert. Vials mit schlecht sitzenden Kappen können schon vor dem Bördelprozess ausgeschleust werden.

Verbördelung von Vials
Prozess zum Aufbringen der Aluminiumkappen und Bördeln der Vials

Außenreinigung

Bei der Verarbeitung von toxischen Produkten steht neben dem reinen Produktschutz auch der Bedienerschutz an oberster Stelle. Deshalb legen wir großen Wert darauf, dass mit diesen Medikamenten – in flüssiger Form oder als Pulver nach einem Gefriertrocknungsprozess - gefüllten Vials zuverlässig außen gereinigt werden können.

Mit unserem umfangreichen Portfolio im Bereich der Außenreinigung bieten wir auch für Ihr Produkt die passende Lösung.

Außenreinigung der Vials zum Produkt- und Bedienerschutz
Außenreinigung der Vials zum Produkt- und Bedienerschutz

Codieren

Einzeln produzierte Produkte müssen nachverfolgt oder serialisiert werden können. Aus diesem Grund ist eine Bedruckung zum Codieren des einzelnen Objekts wichtig; nur so kann eine Nachvollziehbarkeit des Produktlebenszyklus stattfinden.

Die Codierung ist in den Anlagen von groninger kein eigenständiger Prozess, sondern vielmehr eine in Linien integrierte Lösung. Einzelne Objekte können üblicherweise mittels Tintenstrahl bedruckt oder mit Laser graviert werden. Für den Tintenstrahldruck kann auch UV-Tinte verwendet werden, die nur durch bestimmte Lichtquellen sichtbar gemacht wird.

Die zur Codierung benötigten Daten werden sicher und zuverlässig an den Drucker und an das Inspektionssystem geliefert.

Magazinieren

Am Ende der gesamten Prozesskette werden die Objekte in ein Magazin zur Lagerung gesammelt. groninger bietet einfach bedienbare Lösungen für stückgenaues Magazinieren der Objekte wahlweise in einem gedrängelten System oder aber auch sehr objektschonend per Pick & Place.

Um die Anlage leichter bedienbar zu machen, haben wir ein Schubladensystem eingeführt, welches sich neigen lässt; so ist ein äußerst bedienerfreundliches Verschließen der Kunststoff- oder Metallmagazine möglich.

Objektschonendes Magazinieren der Vials
Objektschonendes Magazinieren der Vials