Pressemeldungen

Jahresrückblick 2022: groninger knackt neue Rekordmarke

groninger blickt auf ein sehr erfolgreiches Geschäftsjahr 2022 zurück. Der Weltmarktführer für Füll- und Verschließmaschinen für die Pharma-, Consumer-Healthcare- und Kosmetik-Industrie setzt seinen anhaltenden Wachstumskurs auch im vergangenen Jahr fort und verzeichnet ein Plus von 16 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Das neue Lagerlogistik-Zentrum mit anschließendem Bürokomplex ist fertiggestellt.

Die groninger-Unternehmensgruppe schließt das Geschäftsjahr 2022 mit einem neuen Rekordergebnis ab: Die Gesamtleistung beläuft sich für 2022 auf mehr als 250 Millionen Euro, was einem Zuwachs von über 16 Prozent im Vergleich zum Vorjahr entspricht. Damit knackt das Familienunternehmen erstmals die Viertelmilliarde Euro-Marke.

„Das ist ein neuer Meilenstein in unserer 43-jährigen Firmengeschichte, der uns einerseits mit viel Stolz, andererseits aber auch mit Demut erfüllt“, fasst Jens Groninger, Sprecher der Geschäftsführung der Unternehmensgruppe, das neue Spitzenergebnis zusammen.

Angesichts der Vorzeichen des vergangenen Jahres sei dieses herausragende Unternehmensergebnis keine Selbstverständlichkeit. Die Nachwirkungen der Corona-Pandemie, der Krieg in der Ukraine, die Energiekrise in Europa und die anhaltend hohe Inflation – all das sei auch an groninger nicht spurlos vorbeigegangen, so der Geschäftsführer. „Dass wir dieses großartige Ergebnis dennoch erzielt haben, ist dem unermüdlichen Einsatz unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu verdanken, die mit viel Engagement und Herzblut auf jede neue Herausforderung flexibel reagiert haben.“

Für die Gesellschafterfamilie ist dieser Teamzusammenhalt über alle Standorte hinweg der Erfolgsfaktor, der groninger seit der Firmengründung 1980 stetig voranbringt und das Firmenwachstum möglich macht. Das bestätigt auch Geschäftsführer Volker Groninger: „Würden wir – insbesondere in herausfordernden Zeiten – nicht zusammenstehen, wäre eine solche Bilanz nicht denkbar. Auch deshalb ist es uns wichtig, dass wir unseren Beschäftigten etwas zurückgeben und sie am Erfolg der Firma beteiligen.“

Konkret heißt das für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Gewinnbeteiligung in Höhe von über 60 Prozent ihres Monatsgehalts, die bereits im April ausbezahlt wurde.

Hohe Nachfrage

Die Auftragslage ist ungebrochen hoch – ebenso die Nachfrage nach den Produkten und Services von groninger.

In Zahlen ausgedrückt, bedeutet dies ein Auftragseingangsvolumen in Höhe von rund 280 Millionen Euro über alle Standorte hinweg. Am Stammsitz in Crailsheim, wo groninger Füll- und Verschließanlagen für die pharmazeutische Industrie produziert, beträgt der Auftragseingang rund 217 Millionen Euro. Im Werk in Schnelldorf, das Maschinen für die Verarbeitung von Consumer-Healthcare- und Kosmetikprodukten herstellt, beläuft sich der Auftragseingang auf über 43 Millionen Euro. In der US-amerikanischen Niederlassung in Charlotte, die in allen Bereichen Services anbietet, liegt der Auftragseingang bei knapp 20 Millionen Euro.

Die Brüder Jens und Volker Groninger sind sich einig: „Das ist ein großer Erfolg. Wir haben unsere globale Präsenz weiter ausbauen und unsere Position als innovativer Lösungsanbieter nachhaltig stärken können. Unsere Kunden erleben uns als verlässlicher Partner, der für Qualität und Langlebigkeit steht.“ Mit diesem Gesamtpaket sei es dem Team auch 2022 wieder gelungen, Kunden für groninger zu begeistern.

Innovative Anlagenformate, wie die im Jahr 2022 auf den Markt gebrachte „robocell“, hätten zweifelsohne ebenso dazu beigetragen. Hier wurde der pharmazeutische Verarbeitungsprozess unter Berücksichtigung aller regulatorischen und behördlichen Anforderungen konsequent neu gedacht. Das Ergebnis: ein handschuhloses Maschinenkonzept, das Robotik-Lösungen intelligent einsetzt, um den Verarbeitungsprozess sicherer, effizienter und flexibler zu machen. 

Jens und Volker Groninger sind stolz auf die Leistung des groninger-Teams.

Nachholeffekt in der Pharmaindustrie

Im Bereich Pharma machte sich 2022 das Abflachen der Covid-19-Pandemie bemerkbar. „Die Jahre 2020 und 2021 waren von einer sehr hohen Nachfrage nach Anlagen zur Verarbeitung von Corona-Impfstoffen geprägt. 2022 haben unsere Kunden wieder verstärkt in Produktionsstätten investiert, die andere Pharmazeutika im Fokus haben, zuletzt aber aufgrund der Pandemie etwas in den Hintergrund geraten waren“, beschreibt Dirk Schuster, Vertriebsleiter Pharma, den jetzt stattfindenden Nachholeffekt in der Branche. „Für uns hat sich das in einer erhöhten Nachfrage nach Anlagen zur Verarbeitung von Blockbustern wie Grippe-Impfstoffen, Medikamenten gegen Diabetes, Rheuma oder Alzheimer niedergeschlagen. Zudem hat die Verarbeitung von kleinen Losgrößen wieder enorm an Bedeutung gewonnen. Das Stichwort lautet hier patientenindividuelle Behandlungsmethoden, etwa in Form von Zytostatika, die bei der Behandlung von Krebserkrankungen eingesetzt werden.“

Der Druck innerhalb der Pharmabrache sei deshalb anhaltend hoch, fasst Jens Groninger zusammen. Der Schwerpunk habe sich nur etwas verlagert. „Für unsere Organisation bedeuten diese Vorzeichen, dass wir auch in den kommenden Jahren eine unglaubliche Dynamik spüren werden, der wir auch weiterhin gerecht werden müssen, ohne dabei Kompromisse bei der Qualität unserer Produkte und Dienstleistungen einzugehen oder an Innovationskraft zu verlieren. Es liegen spannende Zeiten vor uns, auf die ich mich schon heute sehr freue.“

Nachhaltigkeit im Fokus

Ein Thema, das 2022 weiter an Relevanz gewonnen hat, ist Nachhaltigkeit. „Verantwortung für Mensch und Umwelt ist kein Nischenthema mehr, es ist in der Mitte der Gesellschaft angekommen. Als Familienunternehmen, das in Generationen denkt, ist das für uns aber eine Selbstverständlichkeit“, schildert Volker Groninger und fügt hinzu: „Wir spüren die Forderungen unserer Kunden in dieser Sache über alle Geschäftsbereiche hinweg.“ Besonders groß sei die Nachfrage in der Kosmetikindustrie.

„Hier hat der Druck der Verbraucher auf die Branche im vergangenen Jahr zugenommen“, beschreiben Dr.-Ing. Frieder Kanitz, Geschäftsführer in Schnelldorf, und Otto Helmle, Vertriebsleiter Consumer Healthcare und Kosmetik, die Hintergründe.

Nachhaltigkeit sei ein breites Thema, sagt Helmle: „Verbraucher möchten nicht nur ein Produkt, das beispielsweise verpackungsarm oder recyclebar ist, sondern auch eines, das möglichst naturbelassen ist – also auf bestimmte Inhalts- und Konservierungsstoffe verzichtet.“

Mit den gesteigerten Anforderungen an das Produkt steigen auch die Anforderungen an dessen Verarbeitung. „Konservierungsstoffe werden in der Kosmetik eingesetzt, um dem Zerfallsprozess der verwendeten Rohstoffe entgegenzuwirken, da diese sonst schnell ranzig werden“, erklärt Kanitz. Besonders Produkte mit hohem Wassergehalt seien gefährdet, da Mikroorganismen wie Bakterien oder Schimmelpilze dort gute Lebensbedingungen vorfänden.

„Die wichtigste Grundlage für die Verarbeitung von Kosmetik ohne synthetische Zusatzstoffe ist daher eine Verarbeitung, die höchsten hygienischen Standards entspricht.“ Darauf habe man bei groninger schon vor vielen Jahren reagiert und entsprechende Linienformate aufgelegt: „Wir haben hier auf unser Know-how aus der nicht-sterilen Pharmazie zurückgegriffen, sodass wir schon heute Lösungen bieten können, die unsere Kunden in Zukunft vermehrt brauchen werden“, sind sich Kanitz und Helmle einig.

Die Nachfrage nach Abfüllanlagen für Impfstoffe ist ungebrochen hoch.

Expansion

Der Blick bei groninger richtet sich nicht allein beim Maschinenportfolio weiter in die Zukunft.

Zuletzt wurde in Crailsheim das neue Lagerlogistik-Zentrum samt anschließendem Bürokomplex sukzessive bezogen. „Aufgrund von Lieferengpässen bei einzelnen Bau-Elementen hatte sich die die Fertigstellung, die eigentlich für den Spätsommer geplant gewesen war, verzögert, und damit auch die Inbetriebnahme des Gebäudes“, schildert Jens Groninger und ergänzt: „Jetzt gilt es, das Gebäude abschließend in Betrieb zu nehmen und die neuen, voll automatisierten Prozesse weiter zu verinnerlichen.“

Der Bau des neuen Gebäudekomplexes ist die bisher größte Einzelinvestition des Maschinenbauunternehmens: Mehr als 20 Millionen Euro beträgt das Investitionsvolumen.

„Der Neubau war unerlässlich, um unseren hohen Auftragsbestand weiterhin bearbeiten zu können und uns so aufzustellen, dass wir die Zukunft von groninger flexibel, innovativ und sicher gestalten können“, sagt Jens Groninger: „So, wie wir das bereits seit 43 Jahren tun.“

Ansprechpartner Presse

Lydia-Kathrin Hilpert

Oops, an error occurred! Code: 2024042211310049be7f6c